DRM-freie Zone: Empfehlungen

  • Dragons Dogma



    Irgendwann im Sommer hatte ich mir füt einen Apfel+ein Ei mal das RPG Dragons Dogma via GOG zugelegt.

    Die Bewertungen waren gut >80%, also dachte ich probier's mal.


    Dragon Dogma ist ein Open World RPG, das sich in einer recht größen, interessant anzuschauenden aber nicht besonders detaillierten Welt abspielt.

    Wie es sich in einem echten RPG gehört, kann man seinen eigenen Charakter erstellen. Wenn man unbedingt will, kann man recht knackige Figuren

    erstellen, sowohl Männlein, als auch Weiblein. Und da es sich um ein japanisches Rollenspiel handelt, hat man in dieser Hinsicht mehr Freiheiten

    als sonst üblich.


    Systemanforderungen

    Die empfohlenen Systemanforderung CPU i7-4770K CPU/8GB RAM/Mittelprächtige Grafikkarte. Mein System ist nur wenig besser, aber auch bei 4k-Auflösung gab es keine Probleme mit der Performance.


    Vasallen

    In Dragon Dogma gibt es ein sogenanntes Vasallensystem, in dem man sich Weggefährten für den Kampf einladen kann, die jederzeit auswechselbar sind. Dieses Vasallensystem ist weitaus komplexer, als es zunächst aussieht, denn die Vasallen haben einen eigenen Charakter, eigene Fähigkeiten und sie sind zudem lernfähig. Deshalb ist es kurioserweise zuweilen sinnvoll einen ausgebildeten Vasallen eher zu behalten, als sich einen neuen, viel stärkeren zuzulegen.


    Vasallen sind manchmal klug, meist doof


    Ein Problem mit Vasallen ist, dass man sich an sie gewöhnt und sich auf sie verläßt. In Dragon Dogma selbst ist alles noch kein Problem, allerdings kann das in der DLC Finstergram Island schnell zur Qual werden - weil man seine eigenen Idiotenvasallen ständig retten muß. Man hat die Möglichkeit, sie zu rufen - was oft nicht klappt. Auf Finstergram gibts auch viele Abgründe und da die Vasallen sowas wie eine Pathfinding nicht kennen, hüpfen sie selbst(ständig) über Abgründe und sind dann tot. Ärgerlich vor allem, wenn man ihnen wichtige Dinge ins Inventar gelegt hat.



    Das Kampfsystem

    Ist nicht immer einfach. Je nach Spielerklasse kann man von der Bedienung her an Grenzen stoßen. Da das Spiel auf Konsole ausgelegt ist, muß man sich für den PC entweder ein Gamepad zulegen oder einfach Magier spielen, die sind etwas handlicher. Will man alle erlernten Fähigkeiten in anderen Klassen verwenden, verrenkt man sich auf dem PC die Finger - auch wenn manche Tasten kombinierbar sind.



    Speichersystem

    Davon kann man eigentlich nicht sprechen.

    Es gibt nur einen regulären Speicherslot und dazu sowas wie einen automatischen Speicherslot. Beide werden aber vom Spiel mehr oder weniger willkürlich überschreiben - grauenhaft. Es kann vorkommen, dass das Spiel zu einem extrem ungünstigen Zeitpunkt speichert. Und wie man sich vorstellen kann, ist das kein Spaß.

    Ich habe das Problem gelöst, indem ich alle Stunde mal die Speicherung kopierte und umbenannte.


    Die GUI

    Grottig, absolut grottig. Man startet ein Spiel, indem man es zweimal startet und schaltet aus, indem man einmal startet und dann endlich raus kann. Wie man sich vorstellen kann, dauert das.


    Der Held/die Heldin

    kann Dinge tragen. Das Inventar ist ziemlich abhängig von der Statur. Eine Bohnenstange kann weniger tragen, als ein Muskelpaket oder ein dicker Charakter, ist aber auch flinker. Das sollte man sich anfangs überlegen.

    Man kann (schnell) laufen, verbraucht Ausdauer (=Mana), kann in fortgeschrittenen Charaktern (Z. B. Assassine) unglaubliche Stunts hinlegen, Zaubern, Bogen schießen, mit Schwert oder anderen Waffen kämpfen, essen, schlafen, handeln, unendlich viele Dinge im Inventar kombinieren zu Tränken, Goodies, usw. RPG Dinge halt.

    Manko: Schwimmen geht hier nicht.


    Zum Spiel:

    Die Story: Sag ich jetzt nix zu. Mangamäßiger Kram, an einigen Stellen wird es aber interessant. Schlimmer wird die Aufhängerstory auf Finstergram, die nur noch kindlich-doof ist. Dafür werden Kämpfe dort hart.

    Gameplay:

    Das Spiel wird (nicht auf meinem Mist gewachsen) in der Rubrik Hack & Slash untergebracht. Im Grunde stimmt das aber, weil sich nach kurzer Zeit das Spiel ständig wiederholt. Monster spawnen dauernd. Dann konzentriert man sich auf die Story und ist bald durch. Deutlich verlängert wird das Spiel durch Nebengeschichten, die mit dem DLC Finstergramm zu deutlich mehr Spielstunden führt. Auf Finstergram geht es durch ständig wiederholende Dungeons und wer den Endboss 10x besiegt (indem man immer wieder dort hin geht), kann sich alle Achievements einsammeln.

    Muß aber nicht sein, irgendwann ist Feierabend.

    Wären da nicht die unglaublich vielen, äußerst schrägen Einfälle der Entwickler. Manches muß man erst herausfinden. Und das macht dann irre viel Laune.

    Weit weniger Spaß machen die depperten Einfälle der Entwickler: Skillsystem, bei dem man jedesmal zu bestimmten NPCs hin muß, um sie (erneut) zu aktivieren, dieses dumme Speichersystem, das zu Frust führt, eine Spielerkamera, die in engen Dungeons zur Sabotage wird. Und "eng" ist hier das Äquvalent zu einer großen Halle.


    Geklaut von anderen


    Ohne die Might&Magic-Reihe wäre dieses Spiel wohl nie entstanden. Der Witcher 3 (2015) Charakter der Yennefer erinnert schon sehr an eine Vasallin

    bei Dragons Dogma (2012) , mitsamt derselben englischen Synchronstimme. Das Spiel ist, wie Witcher 3 erst ab 18 - Pixelsex, also obacht ;)

    Und die lustigen Monster erst. Na, wenn die Entwickler nicht MDK Fans sind, fress ich einen Besen.



    Mein fazit: Für ca. 30-40 Stunden macht es echt Spaß, dann ist die Luft raus. Wer will kann deutlich mehr als 100 Stunden damit verbringen. Viele Perlen sind zwar drin , aber auch viel Wiederholung.

    Budget ist in jedem Fall okay.