Thievy Modding

Da ein gewöhnlicher PC in der Regel ein recht anspruchsloses Design besitzt, habe ich mir mal überlegt, wie man ein bissl mehr Pepp reinbringen könnte. Natürlich muss es was mit Thief zu tun haben. Hier ist eine kleine Kollage, wie man den Rechner etwas aufmotzen kann (zumindestens visuell).


Wichtig: Wer so etwas nachmachen will, muss sich darüber im Klaren sein, dass die Garantie der Geräte nach solchen Eingriffen verfällt. Ich bin nicht dafür verantwortlich, wenn Euer Gerät hinterher defekt ist (meinen Brenner hat es auch um ein Haar zerlegt). Es handelt sich hierbei lediglich um eine Visualisierung, wie man seinen Rechner verschönern kann. Es ist keine Bauanleitung. Desweiteren weiße ich darauf hin das die hier gezeigten Bilder nicht ganz der Realität entsprechen, da in Wahrheit die Farben der LED's und der Leuchtfolie wesentlich kräftiger und einen Tick dunkler sind.


Wer einen typischen MediaMarkt oder Aldi PC zu Hause hat, der weiß wie stink langweilig diese auf die Dauer wirken können. Sie stehen eben in der Ecke und tun ihre Arbeit aber ein richtiger Blickfang sind sie nicht. Sie sehen ungefähr so wie mein Rechner aus. Vom Plextor Brenner bis hin zum Diskettenlaufwerk und der Seitenplatte ist alles einfach stink langweilig.

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Also fangen wir einfach einmal an das Ding etwas aufzumotzen! Als erstes knöpfen wir uns die LED's vor. Thief-spezifisch wäre natürlich ein dunkles Blau. Für ein paar Euro kriegt man die Dinger fast überall. Wenn jemand - so wie ich - nicht allzu viel Ahnung von Elektrotechnik hat, ist es vielleicht hilfreich sich einen McGyver zu Rate zu ziehen. Ich hatte großes Glück und konnte auf unseren Betriebseigenen McGyver zurückgreifen. Glaubt es, oder nicht, aber sein Sprössling hat uns sogar geholfen, den CD-Brenner auszubauen!

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So, CD-Brenner und DVD-Laufwerk sind außen und entsprechend geöffnet.


Unsere LED des DVD-Laufwerks war etwas größer, als das ursprüngliche Original, weshalb wir etwas improvisieren mussten und die Fassung der Birne etwas vergrößern mussten. Ansonsten gab es aber dabei keine Probleme.

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Die LED's des CD-Brenners waren etwas aufwendiger. Zum einen war es eine Doppel-LED ( grün / orange ), welche ungefähr die Größe von zwei Streichholzköpfen hat, zum anderen war sie auf die Platine geklebt. Mit los Löten war es also nicht getan. Nachdem das Lot mit einer Lötpumpe entfernt wurde, musste die LED von der Platine abgebrochen werden. Bei unserem Versuch wurden zwei Kontakte der Leiterbahnen mit abgerissen. Um die Geschichte wieder zum Laufen zu bringen, wurden improvisierte Leiterbahnen aus hauchdünnem Draht nachgezogen. Der Brenner hat jetzt nur noch einen kleinen Mangel, den ich vorher nicht bedacht hatte. Die LED's, die wir verwendet haben, waren rot (für das Brennen gedacht) und blau (für das Lesen). Was ich nicht wusste, war, dass die eine LED beim Brennen blinkt, die andere LED im Leerlauf (wenn eine CD drinnen ist) und beide(!) beim Lesen. Nun habe ich Rot beim Brennen, Blau im Leerlauf und ... naja ... Rosa beim Lesen. Aber was soll's! Schließlich hat nicht jeder einen Brenner "vom anderen Ufer".

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Also, den Brenner und das DVD-Laufwerk wieder dicht gemacht sieht es so aus. Was mir selbst nicht so ganz gefällt ist die rosa LED beim brennen.

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Der Brenner im typischen Leerlauf

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Der Brenner beim brennen einer CD

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Der Brenner beim lesen einer CD

Okay, soweit wären wir schoneinmal. Aber der PC ist einfach nochnicht Thiefmässig genug.


Ich dachte mir, wenn wir schon einmal dabei sind, müssen die System-LED's und auch das 3,5"-Laufwerk dran glauben. Da es sich hierbei wieder um große LED's handelte, war das eigentlich wieder recht fix erledigt.

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Als nächstes stand die Seitenplatte auf dem Plan. Ich hatte mal eine Zeit lang aushilfsweise in einer Firma für Sondermaschinenbau gearbeitet, die eine Laserschneidanlage haben. Da ich in CAD recht bewandert bin, konnte ich mit Hilfe des Thief-Intro-Videos und der Thief-Schriftart von The Riddler recht fix eine technische Zeichnung eines Profils erstellen, welches ich in die Platte einbrennen wollte. Mit einem gewöhnlichen Malprogramm ging es leider nicht, da der Laser zum Brennen vektoriell definierte Punkt-zu-Punkt-Verbindungen aus der Zeichnung herausliest, welche in einem Malprogramm nicht existieren. Sinn des Ganzen war es, eine Leuchtfolie von hinten an die Platte zu kleben, damit der Schriftzug und die Symbole anfangen, zu leuchten.

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seitenplatte_entgraden.jpgseitenplatte_fertig.jpg

Und hiermit ist auch die Seitenplatte fertig. Jetzt gehts auf zu den Spezialeffekten.


Als nächstes braucht man die Leuchtfolie und einen Inverter, die jedoch nicht so einfach zu finden waren. Nach wochenlanger Suche konnte ich lediglich einen Anbieter ausfindig machen, der Leuchtfolien nach Maßvorgabe fertigt und auch mit Farbfiltern versieht (schließlich soll es ja ein dunkles Blau sein). Diese Folie stammt von www.Leuchtfolie.net, die auch Leuchtschnüre, Displays und andere Sachen vertreiben. Wenn man also ein wenig modden will, kann man da mal ruhig vorbeischauen. Die Leute haben mich außerdem vor einem Fehlkauf bewahrt. Da ich, wie bereits erwähnt, nicht sonderlich viel Ahnung von Elektrotechnik habe, hätte ich um ein Haar einen falschen Inverter gekauft. Da ich das Ganze PC-intern ans Netzteil anschließen wollte, brauchte ich einen Inverter, der die Spannung des Netzteils (12 Volt) in die für die Leuchtfolie benötigten 110 Volt umkonvertiert. Außerdem muss man darauf achten, dass der Inverter je nach Leuchtfläche genügend Leistung erzeugen kann.

leuchtfolie.jpg12v_inverter.jpg

Um den Inverter am Gehäuse zu befestigen, habe ich aufklebbaren Klettverschluss genommen. Damit kann man ihn einfach wieder entfernen, sollte er mal defekt sein. Danach ging die Verlöterei los. Da mein Rechner Nachts oft an ist, wollte ich auf jeden Fall eine Möglichkeit haben, das Ganze ohne großen Stress abzuschalten (Mein Rechner steht im Schlafzimmer, und das wäre auf Dauer dann doch zu hell). Also habe ich mir einen normalen Miniaturkippschalter besorgt, und ihn dazwischen gelötet. Die Pins des Inverters, wo 110 Volt Wechselspannung fließen, habe ich mit einem Schrumpfschlauch überzogen, damit nichts an die Kontakte kommen kann. Würde das nämlich passieren, kann man sich einige Einrichtungen des PC's abschminken (um nicht zu sagen: ALLE!). An den Kabeln habe ich noch einen Anschluss angelötet, dessen Gegenstück an der Leuchtfolie befestigt wurde.

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Der Kippschalter wurde in eine leere Blende für 3,5" geschraubt, die hierfür aufgebohrt wurde. Als nächstes kam die Folie. Da meine Seitenplatte einen eingestanzten Griff hat, musste ich diesen Teil ausschneiden, damit sie richtig auch der Platte aufliegt. Beim späteren Zwischentest stellte sich heraus, dass durch das Schneiden ein Teil der Folie beschädigt wurde und nicht mehr leuchten kann. Glück in Unglück - dieser Teil wird nicht ausgeleuchtet und kann später von Außen nicht gesehen werden. Da die Schnittstelle eine potentielle Kurzschlussquelle darstellt, und um sie gegen Verschmutzungen, zu schützen, hab ich sie mit Isolierband abgedichtet. Später stellte sich heraus, dass das Isolierband nicht sonderlich gut gehalten hat, weshalb es später gegen stinknormalen Tesafilm ausgetauscht wurde.

kippschalter.jpgunsauber_geschnitten.jpgfunktioniert.jpg

Danach wurde das ganze Zeug verstaut und angeschlossen. Die Leuchtfolie wurde mit reichlich doppelseitigem Klebeband auf die Seitenplatte geklebt, und der Inverter wurde im vorderen Teil des Bodens angebracht, damit er von dem direkt davor hängenden Front-Kühler gekühlt werden kann, sollte er mal heiß laufen. Die Kabel wurden nicht geschnitten. Man kann ja nie wissen. Besser zuviel Kabel, als zuwenig.

zusammenbau_seite.jpgzusammenbau_seite1.jpg

Zu guter Letzt muss nur noch die 3,5"-Blende mitsamt Schalter montiert werden. Danach muss man nur noch die Kiste anschmeißen und das Ambiente genießen.

fertig_45grad.jpg


fertig_front.jpgfertig_seite.jpgseite_night.jpg