Neue T2 Kampagne "Patriot"

  • Ich habe die dritte Mission zwar angefangen, aber mittlerweile keine Lust mehr. Endloses Rumgerenne ohne nennenswerten Plan, andauerndes Schleichen-Müssen, und dann immer wieder Stellen, an denen ich das deutliche Gefühl habe, dass der Autor irgendeine seltsame Freude daran hat, den Spieler zu quälen. Warum ich z.B. bei der Stromversorgung ewig

    nur um dann einen absolut nichtssagenden Zettel zu lesen, der aber dennoch ein Ziel abhakte, das kann ich echt nicht mehr nachvollziehen.

  • Bin durch. Gute 22 Stunden hat es gedauert. Die Missionen haben viele Dinge gut bzw. sehr gut gemacht, was ich aber nicht gut fand, war das ewige Suchen, um weiterzukommen. Da war man manchmal fast schon am Verzweifeln, aber ansonsten haben die FMs Spaß gemacht. :)

  • Nach langer und z.T. fast qualvoller Ackerei habe ich die Kampagne jetzt auch durch. Das Fazit ist ähnlich dem von Ionisator: Vieles ist gut oder sehr gut, aber ein Riesenmanko ist, dass andauernd wieder das ziel- und planlose Gesuche nach Irgendwas losgeht. Was das "Irgendwas" ist, weiß man oft nicht, und wo es ist, kann man sich häufig auch nicht denken. Nicht selten muss man auch schlicht stupide wie ein Rindviech alles ablatschen, damit irgendwo irgendein Ereignis ausgelöst wird, das die Story dann voran bringt. Das kann für gähnende Langeweile sorgen.


    Ferner stört es auch, dass ich mehr als einmal den deutlichen Eindruck hatte, dass der Spieler mit Absicht gezwungen wird, den längsten denkbaren Weg zu gehen, obwohl man das auch anders hätte machen können. In Mission 9 z.B. muss man einmal

    holen gehen, das Luftlinie nur wenige Meter entfernt ist, für das man aber einmal um die gesamte Karte kreisen muss. Hätte man an der richtigen Stelle beispielsweise eine nur von der anderen Seite zu öffnende Metalltür eingesetzt und sich noch irgendeine Erklärung dazu einfallen lassen, dann wäre man zumindest nach dem ersten Trip an diese Stelle anschließend jeweils innerhalb von weniger als einer Minute hin und zurück gekommen.


    Einen gemischten Eindruck hinterließ bei mir die Story. Einerseits ist sie recht ausführlich, deutlich mehr als nur ein "da und da sitzt der größte Bösewicht aller Zeiten, und Garrett muss ihn zur Rettung der Menschheit plätten". Andererseits: Gegen Ende habe ich echt nicht mehr kapiert, wer denn jetzt für welche Seite kämpft und warum.:/


    Ähnlich sieht's aus mit jenen Dingen insbesondere in Mission 9, die man nur "richtig" benutzen oder finden kann, wenn man in einer der Missionen weit vorher etwas Bestimmtes gefunden hat. Technisch gesehen beeindruckend, könnte aber manchen Spieler frustrieren, und gibt ansonsten bei denen, die viele Missionen vorher was nicht fanden, nur Rätsel auf. Besonders unangenehm ist das in der letzten Mission, wo man sich an einen sehr vagen Hinweis aus Mission 5 erinnern soll, um an zwei sehr heftigen Gegnern vorbei zu kommen. Ich meine



    Eindeutig positiv sind hingegen die grafischen Augenweiden und viele musik- und soundmäßigen Ohrenweiden;) zu werten. Da hat sich der Autor sehr viel Mühe gegeben (auch wenn mich die Boogie-Musik in den Menüs so sehr nervte, dass ich die entsprechende Datei durch was Anderes ersetzte:saint:). Nur komprimieren hätt' er sie noch sollen - mit OggVorbis zusammengequetscht, schrumpft die 2 GByte große Zip-Datei bei mir auf 1,2 GByte zusammen. Und siehe da, plötzlich läuft sie auch wieder mit dem alten DarkLoader... ich habe zum Test fast die ganze Kampagne komplett durchgespielt (auf "Normal"), und mir ist nichts aufgefallen, was nach einem Bug durch DarkLoader aussah.


    fibanocci wrote:

    Die FM verwendet Squirrel Scripts, die kann DL auch nicht laden.


    Wie gesagt: Ich habe fast die gesamte Kampagne mit dem DarkLoader durchgespielt und nichts Fehlendes oder nicht Funktionierendes bemerkt. Ich habe aber auch einst mal die Squirrel-Scripts (squirrel.osm) mitsamt anderen Skripten in das Spielverzeichnis von NewDark kopiert. Vielleicht half das. Vielleicht ist auch die Einschätzung, der Darkloader könnte diese Skripte nicht nutzen, ein Irrtum. Oder aber diese Skripte kümmern sich nur um unwichtigen Kram in der Kampagne.


    Disclaimer: Ich bin kein großer Freund vom alten DarkLoader (mehr), möchte aber auch keinem in die Suppe spucken, der den Rentner oder Untoten unter den FM-Ladern noch weiter verwenden will. Wer danach seine Thief-Installation versaut hat, kann sich das mit 'nem modernen Lader ja nochmal überlegen.

  • Patriot lädt nicht squirrel.osm, sondern eine umbenannte squirrelp.osm - was dasselbe ist, aber das Spiel weiß das nicht.

    Das kann nur funktionieren, wenn man

    -squirrelp im Hauptverzeichnis hat

    -oder T2fix verwendet, das squirrel.osm über die gamesys.dml automatisch lädt

  • Dann wäre DarkLoader da aber gerade kein Problem. Diese squirrelp.osm sitzt im Hauptverzeichnis des FM-Archivs, also kopiert DarkLoader sie auch ins Hauptverzeichnis von Thief 2. FMSel hingegen kopiert rein gar nix, sondern teilt vermutlich nur NewDark mit, wo die Dateien der FM sind, nämlich in FMs\{Unterverzeichnis}. Ob squirrelp.osm dann geladen wird, hinge davon ab, ob NewDark auch Skripte aus dem FM-Unterverzeichnis lädt. Ich vermute es zwar, weiß es aber nicht 100%ig.

  • Nach langer und z.T. fast qualvoller Ackerei habe ich die Kampagne jetzt auch durch. [...] ziel- und planlose Gesuche nach Irgendwas losgeht. Was das "Irgendwas" ist, weiß man oft nicht, [...] Das kann für gähnende Langeweile sorgen.

    Als hätte ich es geahnt ... habe bisher die Finger von dieser Kampagne gelassen. Wenn eine FM die Handlung zu sehr zu einer Wissenschaft macht, bleibt der Spielspaß für mich auf der Strecke. Ich will mich während des Spielens entspannen und weder langweilen noch quälen, dafür ist meine Zeit zu kostbar.


    Eine Kampagne sollte m.E. nie zu komplex sein, denn nicht jeder hat die Zeit, sie in einem Rutsch zu durchlaufen. Wenn man sich dann z.B. einmal die Woche ransetzt, hat man vielleicht im Rummel des Alltags schon wieder entscheidende Details (Verstecke, Texte) vergessen.

    Und so sei der Hammer ewiges Symbol unseres Aufstiegs aus dem Schatten des Schwindlers.

  • Die Komplexität ist eigentlich selten ein Problem. Es ist viel eher so, dass man keine oder keine aussagekräftigen Informationen bekommt, die einen weiterbringen. Man wird viel zu wenig "geführt". Ich will zwar nicht gerade vom Autor einer Mission an die Hand genommen werden oder für jeden Pipifax "Questmarker" haben wie in manchen Rollenspielen (z.B. "TES IV: Oblivion"), aber man sollte eine ungefähre Vorstellung geliefert bekommen, was man denn nun machen kann/muss. Sonst latscht man durch ein riesiges Gebiet und weiß nicht, worauf man überhaupt achten soll bzw. was denn nun die Handlung voran treibt. Mit den anderen bisweilen störenden Dingen an "Patriot" konnte ich mich relativ gut abfinden, aber die Ziellosigkeit zieht sich durch nahezu alle Missionen durch und nagt ziemlich am Spielspaß. Und leider habe ich ähnliche Spaßbremsen seit Jahren immer wieder an Missionen gesehen, als wäre es eine neue Mode geworden.